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Exakte Messung des Blattwasserpotentials mit WP4C

Exakte Messung des Blattwasserpotentials mit WP4C

Mit dem WP4C Potentiameter und seiner innovativen Taupunktspiegel-Technik lassen sich Blattwasserpotential-Messungen leicht und präzise durchführen. In der folgenden Abhandlung gehen wir auf den Abrieb der Blattepidermis und damit verbundene Ereignisse ein.

Es wird empfohlen, dass die Epidermis abgerieben wird, während sich das Blatt noch an der Pflanze befindet. Dies verringert Änderungen des Blattwasserpotentials, die durch einen Wasserverlust während des Abriebs verursacht werden. Ziel ist es, nach dem Abrieb genug Blattgewebe zu sammeln, um den gesamten Boden des Probenbechers zu bedecken. Die Probenschale hat dabei einen Durchmesser von 40 mm. Bedeckt ein einzelnes Blatt (oder eine Scheibe, die davon geschnitten wird) nicht den Boden des Bechers, dann können mehrere Blätter verwendet werden.

Verfahren

1. Einen Tropfen destilliertem Wasser auf die Blattoberfläche auftragen.

2. Die Blattoberfläche mit einem 5 x 2 cm Stück 600-Sandpapier abtragen. Reiben Sie sanft und gleichmäßig über die Oberfläche des Blattes (zehn kurze Striche sind in der Regel ausreichend, abhängig von der Dicke der Epidermis).

3. Nach dem Abrieb die Blattoberfläche gründlich mit einem fusselfreien Gewebe (Kimwipe®) trocknen, um überschüssiges Wasser zu entfernen. Die Blätterprobe aus der Pflanze herausschneiden. Ein Rundschneider mit 40 mm Durchmesser eignet sich hierfür am besten.

4. Die Probe sofort mit einem feuchten Tuch in einer Plastiktüte für den Transport zum WP4C abdichten (die Messungen sollten innerhalb von wenigen Minuten nach der Probenahme beginnen). Legen Sie die Probe in den WP4C-Probenbecher und dichten Sie die Kammer schnell ab.

5. Platzieren Sie den WP4C in den Wiedergabe-Modus und protokollieren Sie Daten auf einem Computer, der über die serielle Schnittstelle RS232 angeschlossen ist.

6. Sobald der Messung gestartet wurde, wird die Equilibrierung normalerweise innerhalb von 30 Minuten erreicht (Abbildung 1).

Es ist darauf zu achten, dass der Wasserverlust aus der Probe minimiert wird. Wird die Probe in eine Feuchtigkeitskammer gegeben, verringert das die Menge an Wasser, die aus der Probe verloren geht.

Figure 1

Ergebnisse

Tabelle 1 vergleicht die Wasserpotentialmessungen von abgeriebenen und nicht abgeriebenen Blättern. Die Messbedingungen waren für die abgeriebenen und nicht abgeriebenen Proben ähnlich.

 

 

Leaf TypeWater Potential (Mpa)#Colspan#
With AbrasionNo Abrasion
Snowball Bush-1.04
Pear Tree-1.04-1.56
Wide-Blade Grass-1.43-2.17
Pea Leaf-0.39-0.66
Table 1. A comparison of water potential measurements on abraded and non-abraded leaves

Schlussfolgerung

Abgeriebene Proben lieferten im Vergleich zu nicht abgeriebenen Proben höhere (weniger negative) Wasserpotentiale. Da das abgeriebene Blattgewebe bei der Anwendung der Abriebbehandlung noch an der Pflanze befestigt war, kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Benetzung der Blattoberfläche zu höheren Wasserpotentialen führte. Alle anderen Methoden verursachen Fehler, die die Wasserpotenzialwerte senken. Wir schließen daraus, dass die abgeriebenen Messungen am zuverlässigsten sind, was in Teilen durch das Einfrieren einiger Proben für die osmotische Potentialmessung bestätigt wurde. Beim Einfrieren zeigten die abgeriebenen Proben einen Abfall des Wasserpotentials, im Einklang mit der Freisetzung des Turgor-Drucks, während die nicht abgeriebenen Proben dies nicht zeigten. Daraus ist zu schließen, dass Blattabrieb eine praktische Methode ist, die Equilibrierung zu beschleunigen und um genauere Messwerte beim Blattwasserpotential zu erhalten.

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